Einmal Kaffee für die Armee der Finsternis, bitte schön
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Written By: Katja
Manchmal freut es mich, wie präzise Werbung funktioniert. Also nicht der Spot als solches, sondern die Gesamtheit in Form von Unterbrechungen beliebter Spielfilme oder Serien. Die talentierten Schneidemeister und verantwortlichen Redakteure achten stets darauf, daß man sich ja nicht zu sehr in den Film hineinversetzt, bloß nicht in berauschenden Bildern versinkt. Gerne hacken sie mitten im gesprochenen Liebesgeflüster eines Protagonisten den Film brutal ab und zeigen dir, womit sie ihre BMWs und Starnberger Villen finanzieren.
Eine normale Fernsehwerbepause im Abendprogramm dauert etwa 8-10 Minuten. Das reicht für Pinkeln, Duschen, Kaffee kochen, Mama anrufen und einmal Sex. Blöd nur, daß man dann vergessen hat, was man eigentlich geguckt hat. Ich kann kaum zählen, wie oft mir das schon passiert ist.
Besonders erfrischend ist die Eigenwerbung der Sender. Die ist mittlerweile so penetrant geworden, daß ich gewisse Sender möglichst meide (z.B. ProSieben). Grundsätzlich finde ich, daß die Werbung in den letzten Jahren extrem schlecht geworden ist. Es muss eine neue Generation von Marketing-wtfs geben, die ihre Posten vermutlich ausschließlich Beziehungen, aber sicherlich nicht Talent verdanken.
Aber die Werbefuzzis sind ja nicht alleine für die Misere verantwortlich. Wie oft kommt es vor, daß man im Meeting dem Chef drei Vorschläge vorlegt, von dem man einen total super, einen auch noch ganz gut findet und den dritten nur auf ausdrücklichem Wunsch des Chefs unter Verwerfung jeglicher Ideale so gestaltet hat. In kindlicher Naivität glaubt man, der Chef werde schon erkenen, daß es wesentlich schöner ist, wenn man den Gesetzen der Optik und Ästhetik gehorche. Und wie oft liegt man falsch? Das liegt an der Generation der Chefs, die eigentlich nichts mehr aus der Hand geben wolle.
Das habe ich selbst so einige Male erlebt und anders kann ich mir z.B. Spots mit umfallenden Zahnbürstenreihen nicht erklären. Da steckt nicht ein Funken Kreativität dahinter. Schlimmer als jede Powerpoint-Präsentation mit Übergangseffekten.
Meine Top Ten der nervigsten Fernsehwerbung 2008 gibt es diesmal in meiner Montagskolumne im Frankfurter Magazin.
Hier geht’s zu: Von Sexmaschinen, tanzenden Skeletten und pöbelnden Bauern
Viel Spaß wünscht das blonde Alien. ;-)
Kaffeebild via flickr.com.
Tags: Alien, Frankfurter Magazin, Fun, Kolumne, Liebe, Montag, Sex, Werbung

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Dezember 24th, 2008 at 0:18
Ich wollte jetzt keine Werbung machen, sondern dir nur ein schönes, friedvolles und besinnliches Weihnachtsfest zu wünschen !
Das schließt ja das Vögeln nicht aus..