Ficken verboten
Categories: Alltag, Katja
Written By: Katja
Ach herrje. Da erreicht mich gestern eine Nachricht vom lieben Heiner, Chefredakteur des Frankfurter Magazins: Google sei etwas irritiert, konsterniert, ennerviert, echauffiert - ach ja, total gefickt angepisst eben.
Beim Überprüfen des Adsense-Accounts haben die nämlich ganz scharfsinnig festgestellt, daß das Frankfurter Magazin einen wirklich bösen1 Verstoß gegen die Google-Richtlinien begangen hat. Die Wachhunde haben herausgefunden, daß das FM einen Tag namens Ficken verwendet!!
Uuuuuh… Das ist selbstverständlich höchstgradig jugendgefährdend2 und muss deshalb sofort geändert werden. Andernfalls droht google mit Verbrennung auf einem Scheiterhaufen mit Kontosperrung (und womöglich schlimmeren3). Heiner reagierte natürlich sofort und erklärte google, was eine Satire ist. Aber der automatisierte Googlebot namens Ihr Google AdSense-Team, der diese Antwort-Mail in Empfang genommen hat, wird sich diesbezüglich vermutlich ausschweigen4 .
Naja, auf wessen Konto die, hm, paarmalige Verwendung des bösen Wortes FICKEN geht, ist klar… Also hab ich gestern sämtliche Fick-Wörter in meinen Texten geändert. Als ich nach 3 Stunden Arbeit5 endlich den Heiner davon unterrichtete, kam umgehend die Antwort, daß das wahrscheinlich gar nicht nötig gewesen wäre. Ich bin mir da aber nicht soo sicher und will ja nicht schuld sein, wenn der Heiner wieder Mülltonnen durchwühlen muss anstatt in seiner von google-Werbung finanzierten Frankfurter Luxusvilla Cocktail schlürfend am Pool zu liegen6 … Nein, das könnte ich niemals vor meinem Gewissen verantworten!!7
Von mir aus hätte das FM daher auch meine bisherigen Artikel bzgl. FICKEN8 dort löschen können. Aber, und das finde ich jetzt echt mal cool, da sagt der Heiner: “Dann lieber Werbung von einem anderen Anbieter, ich möchte keine Zensur durch Google!”
Jawohl. Das finde ich auch. Mir kam dann nämlich gestern auch in den Sinn, daß es wohl nur noch eine Frage der Zeit ist, bis es mich trifft. Ich meine, hallo? Gibt es ein Blog, das Ficken NOCH häufiger verwendet als meins?
PS: Der H1tler-, Microsoft- und Dieter-Bohlen-Tag wurde übrigens nicht angemahnt. Verkehrte Welt!
- Ich würde sogar sagen verFICKten… [↩]
- Ficken geht nämlich in Blogpostings gar nicht! [↩]
- Lebenslanges Fickverbot. [↩]
- Oder er versteht beim Ficken keinen Spaß. [↩]
- Und einem zumindest gedanklich ausgiebigen Fick. [↩]
- Und mit seinen Playmates rumzuficken. [↩]
- Schande über mich! Ich könnte niemals wieder guten Gewissens ficken. [↩]
- Also alle. 10 oder 12 FICKbeiträge. [↩]

In Partnerschaft mit eis.de














Juni 14th, 2008 at 14:26
Klare Antwort?
Nein.
So ein Schwachsinn. Was soll denn das bei Google? Ficken scheint so bööööse zu sein, dass es tot geschwiegen werden soll. Super.
-.-
Juni 14th, 2008 at 15:07
[…] “1″ ist die Zahl die in meinem Dunstkreis wegen Verwendung des Wortes “ficken” von Google abgemahnt wurde […]
Juni 14th, 2008 at 16:00
Sollen wir jetzt aus Solidariät jeder einen Beitrag zum Thema “Ficken” schreiben, mit mindestens 10x “Ficken” plus 20 Abwandlungen davon? Wäre doch mal was.

Notfalls musst du eben doch auf “Beischlafen” ausweichen.
Juni 14th, 2008 at 16:16
ich finde da-beischlafen irgendwie hmmmm, ignorierend. Koitieren klingt auch irgendwie blöd.
Ich schläge als alternative Neudeutung Foogeln vor, Goofeln klingt zu nah an Goofy.
Juni 14th, 2008 at 19:46
Jaja, die wunderbare, freie Welt des Internets…
Wasn Scheiss…
Juni 15th, 2008 at 10:09
Wenn ich einen Euro hätte für jedes Mal innerhalb der letzten Wochen wo ich einen Vogel-Zeig-Smiley gesucht habe…
Aber irgendwie ist es doch auch lustig. Absurd lustig.. DIE LASSEN SICH DAFÜR BEZAHLEN nach Ficken zu suchen aber beschweren sich darüber wenn man es äh.. anbietet.
Hallo?!? Google? Schuss nicht gehört?
Juni 15th, 2008 at 20:47
Wahrscheinlich tickt der Server durch, weil sie zu ficken keine relevanten Anzeigen finden….
Ich weiß schon, warum ich diesen Google-Quatsch nicht auf dem Blog habe, auch wenn das unter Umständen ein paar Euro einbrächte.
Und letztendlich zählen doch nur die Klicks auf die Anzeigen und je mehr auf einen Blog kommen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, DASS jemand darauf klickt !
Juni 16th, 2008 at 1:21
tja, die Prüderie der Amis scheint also auch auf Google Deutschland abzufärben.
Juni 16th, 2008 at 21:17
[…] eine oder andere hat es auf meinem Blog vielleicht schon gelesen. Google AdSense, welches hier beim Frankfurter Magazin für die gigantischen Werbeeinnahmen sorgt […]